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Erika Stucky, Andreas Scholl, FM Einheit PAPITO – Eine Metzgete mit
Barockmusikern theater(uri), 17.00 Uhr
Erika Stucky, die Meisterin im Brechen von Traditionen und im Zusammenbringen von Menschen und Musik, hat wieder einen Coup gelandet. Wie immer geht es um ihr Leben, jetzt um ihren Vater, der zu Lebzeiten ein Metzger war. Für dieses opulente Vorhaben hat sie ihr Personal massiv aufgerüstet. Musikerkollegen für ihre Vorhaben zu begeistern war schon immer ihr Metier. Diesmal musste ein Countertenor an sie glauben. Andreas Scholl konnte für diese Aufgabe gewonnen werden, der dafür seine Ferien hergibt, um mit der Alpen-Diva zusammen auf der Bühne zu stehen. Was ihn treibt, ist die Neugierde auf diesen noch nie gehörten Ansatz. Es ist die musikalische Freiheit und Wildheit der Erika Stucky, die es ihm angetan hat. Eine Haltung, die man heute nicht überall findet, am wenigsten vielleicht im klassischen Musikbetrieb. So kommt das Grammy-nominierte La Cetra Barockorchester Basel, Spezialistin für historische Aufführungspraxis, mit Jazz und Punk in Berührung. Kein geringerer als der wegweisende Performer FM Einheit von den "Einstürzenden Neubauten" mischt sich mit Punk-Poesie in das Szenario ein. Erika Stuckis Filme sind auch wieder dabei. Zu sehen sind allerlei Schlachten. Darunter eine geradezu zärtlich anmutende Haus-Metzgete in Havanna. Weiterhin treffen wir auf Schamanentänzer in Mexiko und auf Erikas Barbiepuppen-Sammlung. In der Vorbereitung mailte sie uns: «Es geht! Und jede Probe, jedes Treffen bestätigt mir, dass so eine genreübergreifende Geschichte möglich ist – und für alle Beteiligten neue Synapsen im Hirn anknipst. Wir freuen uns schaurig drauf!» Erika Stucky (Stimme, Akkordeon, Film), Andreas Scholl (Countertenor), FM Einheit (Perkussion, Sounds, Electronics), Knut Jensen (Dirigent, Electronics) La Cetra Barockorchester Basel: Eva Saladin, Sarah Giger (Violine), Francesca Benetti (Theorbe), Bernadette Köbele (Violoncello), Federico Abraham (Kontrabass), Johannes Keller (Cembalo) Fotoquelle (von links): © Fokke Hoekman |