
|
Nois Kwintet (CH) Schöwüescht theater(uri), 24:00 Uhr, Uraufführung Unter der Leitung von Noldi Alder entsteht ein Konzert zwischen Tradition und Improvisation, zwischen Lärm und Stille, zwischen Zäuerli und Groove. Die Musikerinnen und Musiker sind bekannt, sie kommen aus unterschiedlichsten Feldern und sind doch alle in einer ähnlichen Tradition aufgewachsen. Ihr gemeinsamer Fundus ist das Klangmaterial der Urnäscher Silvesterklausen, das „laute Herumlaufen“, das Schellen, das Singen und das untemperierte Jodeln. Die Stimmen sind mal schön, mal sind sie fast unerträglich; wie auch immer, das hier ist nichts für eingefleischte Traditionalisten. Das Silvesterklausen im ausserrhodischen Appenzeller Hinterland ist einer der eindrücklichsten Winterbräuche im Alpenraum. Drei Arten von Kläusen treten in Erscheinung: die 'wüeschte' die 'schöne' und die ‚schöwüeschte’. Schon in den ersten Morgenstunden des Silvestertages sind sie in Gruppen, „Schuppel“ genannt, unterwegs. Mit der Morgendämmerung des 31. Dezembers und (nach dem Julianischen Kalender) am ‚alten’ Silvester, dem 12. Januar, fängt das eigentliche Silvesterklausen an. 1663 wird das Chlausen erstmals erwähnt: Die kirchliche Behörde wehrte sich gegen das laute Herumlaufen in der Nacht. Noldi Alder (Violine, Hackbrett, Gesang), Bruno Amstad (Gesang), Anna Trauffer (Kontrabass, Gesang), Helena Winkelmann (Violine), Lucas Niggli (Perkussion) |
![]() |
|